Wohnungsnot in Deutschland

  • Singularisierung: Über 40 % der Menschen in Deutschland mittlerweile allein in einem Haushalt leben, Tendenz steigend. (Quelle)
  • Leerstand am falschen Ort: In strukturschwachen Regionen stehen viele Wohnungen leer, während in den Ballungsräumen extremer Mangel herrscht.
  • Mangel an sozialem Wohnraum: Von 23 Millionen Mieterhaushalten hat die Hälfte Anspruch auf eine Sozialwohnung. Der Bestand ist jedoch von 4 Millionen (Ende der 1980er Jahre) auf nur noch rund 1 Million im Jahr 2026 gesunken. (Quelle)
  • Fehlgeleitete Förderung: Der Staat hat sein Förderprinzip umgekehrt. Flossen bis 2005 etwa viermal so viele Mittel direkt in den Wohnungsbau (Objekt-Förderung), geht das Geld seit der Einführung der Hartz-IV-Reformen überwiegend in die Subventionierung von Mieten und Wohnkosten (Subjekt-Förderung). (Quelle)
  • Paradigmenfrage: Betrachten wir Wohnen als soziales Grundrecht oder als Kapitalanlage?